„Immer wieder erschreckt es mich, dass das, was ich für mich und für alle Frauen* für selbstverständlich halte, noch eine junge Pflanze ist. Schon stark gewachsen, aber stellenweise auch noch so fragil. Themen von vor 5, 10 oder 30 Jahren sind heute teilweise noch dieselben und Sollbruchstellen auf dem Weg zu einem System der Gleichberechtigung. Ich möchte Teil des Weges und des Wachstums sein.“ Anna kam erst vor einigen Jahren aus Sachsen-Anhalt in die Region Stuttgart und ist Beamtin im Innenministerium.
„Das FF*GZ ist für mich ein Ort, an dem ich erfahren darf, wie ich mir eine feministische Bewegung wünsche: fragend, kräftig, liebevoll, offen, laut, lauschend, sehr neugierig und lustvoll. Ein Ort, an dem Mut, Bildung und Hingabe gepflanzt werden für neue gesellschaftliche sowie ganz persönliche Strukturen.“ Anna-Lena arbeitet als Schauspielerin am Jungen Ensemble Stuttgart.
„In der gegenseitigen Unterstützung und Stärkung von Frauen* liegt so viel Heilungspotential. Es geht mir um Verbindung, um Akzeptanz und mehr Empathie in unserer Gesellschaft, um gemeinsam für eine gesündere Welt einzustehen." Bea hat Gesundheitswissenschaften studiert und arbeitet als Yogalehrerin.
"Wir Menschen haben vergessen, dass wir alle viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben. Leider werden die feinen Unterschiede fokussiert, überspitzt dargestellt und für Diskriminierung und Machtausübung ausgenutzt. Mithilfe des FF*GZs möchte ich mich für Chancengleichheit einsetzen – unabhängig von Geschlecht, sozialem Status, Herkunft, etc. – um Menschlichkeit und Schönheit durch Diversität (wieder) in den Vordergrund zu stellen!" Biggi ist promovierte Molekularbiologin. Für einen ganzheitlichen Blick auf die Welt – ohne Trennung in Stereotypen und Kategorien – forscht sie nun in den Sozialwissenschaften.
„Feminismus hat immer noch ein wahnsinnig schlechtes und aggressives Image – bei Männern und Frauen gleichermaßen. Unsere Arbeit hat nichts mit Männerhass oder Ausgrenzung zu tun! Im Gegenteil: Es geht um Bedürfnisbefriedigungs­chancengleichheit: Jeder Mensch, egal welches Geschlecht, welche Herkunft oder welche Nasengrö­ße, sollte ein Recht darauf haben, das Leben zu führen, welches der gesunden Entwicklung seines Selbst am zuträglichsten ist.“ Caro arbeitet als Sprecherin für arte, unterrichtet Sprecherziehung an der HfMDK Frankfurt und ist als Performerin in der freien Theaterszene tätig.
„Ich will, dass wir uns freimachen von eingefahre­nen Denkweisen und Strukturen, um mutig einen Weg einschlagen zu können, der über Geschlechterrollen hinwegsieht und für jede und jeden die glei­chen Möglichkeiten und Chancen bietet sich selbst zu verwirklich. Es gilt in einen offenen Austausch zu treten, Aufklärung zu schaffen, uns immer wie­der selbst zu reflektieren und dies auf wilde und positive Weise in die Welt zu tragen.“ Caro arbeitet als Designerin.
"Ich hatte schon früh bestimmte Ansichten darüber, wie ich mir Gesellschaft und Rollenbilder wünsche. Einen Namen dafür habe ich während meines Studiums durch Gespräche mit Freund*innen, Lesen und verschiedene Praktika gefunden: Intersektionaler Feminismus. Im FF*GZ habe ich einen Raum gefunden, der informiert und gleichzeitig einen Austausch mit faszinierenden und ganz unterschiedlichen Frauen* bietet. Besonders gefällt mir, dass das FF*GZ den Generationensprung vollbracht hat und so Frauen* aus ganz unterschiedlichen Altersklassen zusammenkommen und voneinander lernen können." Clara studiert Kommunikationsmanagement und -analyse und arbeitet nebenher bei der Robert Bosch Stiftung in den Bereichen Klimawandel und Migration.
Daura lebt seit 2013 in Stuttgart und arbeitet als freiberufliche Tänzerin und Yoga-Lehrerin.
„Frauen, die ihren Körper wertschätzen, die ihre Weiblichkeit, ihren Menstruationszyklus ihre Vulva, vielleicht sogar ihre Schamhaare lieben, haben ein viel geringeres Risiko sich von der Gesundheits-­ und Schönheitsindustrie manipulieren zu lassen. Das fördert ihre Gesundheit und letztlich die seelische und körperliche Gesundheit der ganzen Gesell­schaft. Die Wertschätzung des Weiblichen bedeutet auch für Männer ein größeres Potential, ein gesun­des und glückliches Leben zu haben.“ Doris, Mutter von zwei Kindern und einem Pflegesohn, ist Heilpraktikerin und Autorin verschiedener Publikationen. Wichtigstes Anliegen ihrer Arbeit ist ein ganzheitlicher und wertschätzender Blick auf den weiblichen Körper und Fruchtbarkeit.
„Mein Anliegen sind Räume, in denen wir mit uns selbst und anderen in einen offenen Kontakt gehen können, um gemeinsam in ein authentisches Sein und Miteinander hineinzuwachsen. Das FF*GZ ist für mich so ein Raum!“ Fedora ist Kulturwissenschaftlerin, Kulturmanagerin, Ritual- und Frauenkreisleiterin und zertifizierte Heldenreiseleiterin nach Paul Rebillot.
„Wichtig ist mir wirkliche Gleichberechtigung. Sei es in der Sprache, beim Gehalt, in der Erziehung. Es gibt viele Bereiche, bei denen die Unterschiede sehr groß sind und es Engagement braucht.“ Florina arbeitet als Tontechnikerin und singt gerne im Chor.
Franziska Warnke
„Feminismus bedeutet für mich, allgegenwärtigen patriarchalen Strukturen entgegen zu stehen und den Weg der Gleichstellung aller Geschlechter aktiv mitzugestalten. Mir ist es dabei wichtig, Feminismus nicht nur als Aufgabe von Frauen* zu definieren, sondern als grundlegend gesellschaftliche Veränderung durch alle. Im FF*GZ sehe ich die Möglichkeit für einen bereichernden Austausch unter Gleichgesinnten im aktiven Engagement.“ Franziska ist erst seit kurzem Stuttgarterin. Als Kommunikationsmanagerin in einem Designstudio, interessiert sie sich für Kunst und Design und entdeckt das Stuttgarter Umland gerne per Fahrrad.
„Aufklärung für mich und für die Menschen um mich herum auf eine charmante Art und Weise, dafür steht für mich das FF*GZ. Nach und nach will ich ein immer schärferes Bild meiner eigenen Haltung zu Themen wie Frausein, Muttersein, Se­xualität, Körperbilder zeichnen und mehr Wissen in all diesen Bereichen erlangen. Freund*innen und Fremde zum Nachdenken anstoßen und deren Interesse an all diesen Themen wecken, auch wenn auf den ersten Blick wenig oder eher Gegenteiliges vorhanden war.“ Hannah hat drei Jahre als Schulsozialarbeiterin im Stuttgarter Hallschlag gearbeitet. Ein Themenschwerpunkt war dabei Sexualpädagogik, sexuelle Aufklärung und die Rollenbilder der Schülerinnen und Schüler. Seit kurzem ist sie hauptberuflich erst einmal Mutter einer kleinen Tochter.
"Ich wünsche mir Gleichberechtigung für Alle. Ich möchte nicht, dass Frauen* und Männern* ganz bestimmte Aufgaben und Rollen zustehen, sondern, dass jeder Mensch sich mit seinen Ta­lenten, Besonderheiten und Makeln frei entfalten kann. Deshalb sehe ich es als unsere Aufgabe im FF*GZ, auf die gesellschaftlichen Zwänge aufmerksam zu machen und dagegen anzugehen. Das FF*GZ bereichert mein Leben sehr. Ich empfinde den Austausch mit so vielen tollen Frauen* als Horizonterweiternd, stärkend und motivierend. Es ist großartig was wir gemeinsam auf die Beine stellen." Heide hat einige Jahre als Altenpflegerin gearbeitet und ist nun Schneiderin am Theater.
„Ich bin im FF*GZ, weil es ein Netzwerk ist, in dem man voneinander lernen kann und sich bedingungslosen Halt gibt. Zum Feminismus kam ich über persönliche Beziehungsprobleme, bis ich erkannt habe, dass diese eine politische Wurzel haben. Jetzt will ich immer weiter an den Zusammenhängen dranbleiben - und zwar gemeinsam.“ Julia ist studierte Geographin, Sprecherzieherin und Rezitatorin. Sie sucht nach Wegen, gesellschaftlich relevante Inhalte künstlerisch aufzunehmen und weiterzugeben.
„Ich möchte über Stereotype, Vorurteile, Tabus und deren Konsequenzen aufklären und wünsche mir eine Welt, in der alle Menschen dieselben Möglichkeiten haben. Dazu gehört, dass wir uns die eigenen Privilegien bewusst machen und auch gegen die Formen von Diskriminierung kämpfen, die uns nicht selbst beeinträchtigen. Gemeinsam mit dem FF*GZ befinde ich mich auf diesem Weg und auch wenn wir noch lange nicht am Ziel sind, so lernen wir immer mehr dazu - über uns selbst, über vielfältige Perspektiven und unsere blinden Flecken - und wollen andere dazu anregen, dasselbe zu tun.“ Juliane arbeitet als Redakteurin. Sie interessiert sich für Sprache und Literatur und macht gerne Kampfsport.
"Es gibt für mich ein Leben vor dem FF*GZ. Und eins danach. Zuvor wusste ich nicht, was ein Schutzraum ist, und was durch ihn möglich wird. Alles, was durch das FF*GZ und den Austausch mit den Frauen zu mir kam, hat mich als Mensch wachsen lassen. Hier habe ich viel über wahren Kontakt und gewaltfreie Kommunikation gelernt. Und auch, was es heißt, eine politische Idee nach außen zu tragen: Immer wieder bereit sein in den Diskurs zu gehen. Denn Begriffe, wie "Gerechtigkeit", "Fairness" und "Toleranz" entstehen im immer wieder neu geführten Dialog." Korinna ist studierte Filmemacherin. Als Kamerafrau dreht sie zur Zeit einen feministischen Dokumentarfilm mit dem Arbeitstitel "Wegbereiterinnen".
„Jede fängt bei sich selber an. Ich will, dass wir alle unsere individuelle Rolle finden und ausleben dürfen. Dafür bedarf es mehr Akzeptanz und Liebe für unsere Mitmenschen und uns selbst. Wir sind gesellschaftlich und als Verein in einer Aufklärungs­phase, die nicht enden darf, bis alle gelernt haben, einander gegenseitig zu unterstützen, anstatt sich durch die Schwächen der anderen zu profilieren.“ Karla
„Ich freue mich, dass ich die Mitfrauen* des FF*GZ seit Juli 2020 als hauptamtliche Kraft unterstützen kann, um diesen spannenden Frauen* zu ermöglichen, verstärkt inhaltlich zu arbeiten, damit zukünftig noch mehr Menschen durch die unterschiedlichen Formate von ihrem Wissen profitieren können.“ Laura bringt als Medienwissenschaftlerin und Wissenskulturlerin, Frau, Mutter und Partnerin nicht nur ihre beruflichen Erfahrungen ein, sondern beschäftigt sich gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen mit feministischen Themen.
„Wir formen unsere Welt und haben das Potenzial unsere Wahrheiten selbst zu kreieren, das ist meine Überzeugung. Demnach stehe ich für einen positi­ven, offenen und konstruktiven Umgang mit Sexu­alität, Körper und Diversität!“ Lena interessierte sich von jeher für die Entwicklung und die Struktur einer Persönlichkeit, eines Selbst- und Weltbildes. Durch das duale Studium der Sozialen Arbeit und diverse Weiterbildungen wurde dieses Interesse zu einem Fundament ihrer Sozialarbeit und ihres ehrenamtlichen Engagements.
„Für mich ist das FF*GZ ein extrem empowernder Ort, wo ich mit anderen feministische Haltungen teilen kann und mich dadurch im Austausch und manchmal im Streitgespräch über gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen aufgehoben, verstanden, respektiert fühlen kann. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der Vielfalt die Norm ist und Anderssein als Gewinn betrachtet wird.“ Miriam mischt sich überall dort ein, wo die Sichtbarkeit von Frauen* aufgrund von patriarchalen Machtstrukturen eingeschränkt ist, insbesondere in den elektronischen Clubkulturen. Tagsüber arbeitet sie als Lehrkraft an einer Berufsschule, nachts legt sie auf.
„Es herrschen noch immer viele Mythen und Fehlinformationen über Körper, Sexualität und Geschlecht, die große Auswirkungen auf unser Verhalten haben. Das FF*GZ bedeutet für mich offenen Austausch - auch und gerade zu Themen, die öffentlich wenig oder einseitig verhandelt werden. Wir lernen voneinander, diskutieren und arbeiten gemeinsam daran, einschränkende Konventionen und Tabus zu überwinden.“ Paula arbeitet als freie Kuratorin und als Dramaturgin am Theater Rampe.
„Selbstbestimmte weibliche Sexualität macht Lust und Lebensfreude, emanzipiert Frauen wie Männer und bringt repressive patriarchale Strukturen genau dort zum Einsturz, wo sie immer noch am stärksten wirken: beim Sex. Erobern wir unsere Vulven zurück! Werden wir uns bewusst über die Kraft, die in uns steckt!“ Regina ist Autorin, arbeitet als Redenschreiberin, liebt Sprache, Geschichten und fremde Welten.
„Ein Wort: Empowerment.“ Sophie kommt ursprünglich aus Berlin und verdient ihre Brötchen im sozialen Bereich. Sie singt und liest viel und geht ansonsten gerne offline oder in den Wald.