„Feminismus hat immer noch ein wahnsinnig schlechtes und aggressives Image – bei Männern und Frauen gleichermaßen. Unsere Arbeit hat nichts mit Männerhass oder Ausgrenzung zu tun! Im Gegenteil: Es geht um Bedürfnisbefriedigungs­chancengleichheit: Jeder Mensch, egal welches Geschlecht, welche Herkunft oder welche Nasengrö­ße, sollte ein Recht darauf haben, das Leben zu führen, welches der gesunden Entwicklung seines Selbst am zuträglichsten ist.“ Caro arbeitet als Sprecherin für arte, unterrichtet Sprecherziehung an der HfMDK Frankfurt und ist als Performerin in der freien Theaterszene tätig.
"Mein Anliegen sind Räume, in denen wir mit uns selbst und Anderen in einen offenen Kontakt gehen können, um gemeinsam in ein authentisches Sein und Miteinander hineinzuwachsen. Das FF*GZ ist für mich so ein Raum!“ Fedora ist Kulturwissenschaftlerin, Kulturmanagerin, Ritual- und Frauenkreisleiterin und zertifizierte Heldenreiseleiterin nach Paul Rebillot.
„Wichtig ist mir wirkliche Gleichberechtigung. Sei es in der Sprache, beim Gehalt, in der Erziehung. Es gibt viele Bereiche, bei denen die Unterschiede sehr groß sind und es Engagement braucht.“ Florina arbeitet als Tontechnikerin und singt gerne im Chor.
„Aufklärung für mich und für die Menschen um mich herum in einer charmanten Art und Weise, dafür steht für mich das FF*GZ. Nach und nach will ich ein immer schärferes Bild meiner eigenen Haltung zu Themen wie Frausein, Muttersein, Se­xualität, Körperbilder zeichnen und mehr Wissen in all diesen Bereichen erlangen. Freund*innen und Fremde zum Nachdenken anstoßen und deren Interesse an all diesen Themen wecken, auch wenn auf den ersten Blick wenig oder eher Gegenteiliges vorhanden war.“ Hannah hat sie drei Jahre als Schulsozialarbeiterin im Stuttgarter Hallschlag gearbeitet. Ein Themenschwerpunkt war dabei Sexualpädagogik, sexuelle Aufklärung und die Rollenbilder der Schülerinnen und Schüler. Seit kurzem ist sie hauptberuflich erst einmal Mutter einer kleinen Tochter.
„Ich wünsche mir Gleichberechtigung aller Men­schen. Ich möchte nicht, dass Frauen* und Männern* ganz bestimmte Aufgaben und Rollen zustehen, sondern, dass jeder Mensch sich mit seinen Ta­lenten, Besonderheiten und Makeln frei entfalten kann. Deshalb sehe ich es als unsere Aufgabe im FF*GZ, auf die gesellschaftlichen Zwänge, die Mäd­chen* und Frauen* in unserer Gesellschaft haben, aufmerksam zu machen und dagegen anzugehen.“ Heide hat einige Jahre als Altenpflegerin gearbeitet und ist nun Schneiderin am Theater.
„Es kann nicht sein, dass das Wort Vulva für viele immer noch ein Fremdwort ist, sowie das Wissen über die Klitoris und ihre Funktion. Ich möchte jeder Frau die Chance bieten, die Wahrheit über ihren Körper zu erfahren, die Ursachen für die weibliche Unter­drückung sichtbar machen, durch Aufklärungsar­beit sexuelles Selbstbewusstsein fördern und einen internationalen Feminismus schaffen, der alle Ge­schlechtsidentitäten miteinbezieht – unabhängig von Alter, Herkunft und Religion.“ Helena studiert Soziale Arbeit an der HS Esslingen mit dem Fokus auf Geschlechterreflexivität. Seit 2017 ist sie Aktivistin für Sisters e.V., Noborderkitchen Lesvos und Clean Clothes Campaign.
„Das ist mir wichtig: Gemeinsam lernen und feiern, Offenheit und Austausch fördern, Ansprechpartne­rin werden. Sisterhood.“ Irene arbeitet freiberuflich als Sprecherin und Sprecherzieherin.
"Ich wünsche mir eine Welt ohne festgefahrene, einengende Geschlechterbilder und mit mehr Entfaltungsfreiheit für alle. Daher möchte ich über die Auswirkungen von Stereotypen und Tabus aufklären und deren Zusammenhang mit Diskriminierung, Ungerechtigkeit und Gewalt aufzeigen." Juliane arbeitet als Redakteurin. Sie interessiert sich für Sprache, Literatur und neuerdings für Kampfsport.
„Jede fängt bei sich selber an. Ich will, dass wir alle unsere individuelle Rolle finden und ausleben dürfen. Dafür bedarf es mehr Akzeptanz und Liebe für unsere Mitmenschen und uns selbst. Wir sind gesellschaftlich und als Verein in einer Aufklärungs­phase, die nicht enden darf, bis alle gelernt haben, einander gegenseitig zu unterstützen, anstatt sich durch die Schwächen der Anderen zu profilieren.“ Karla war Eurythmie-Studentin bis zur Geburt ihres heute 5-jährigen Sohnes. Bald wieder Studentin eines anderen Fachbereichs.
„Wir formen unsere Welt und haben das Potenzial unsere Wahrheiten selbst zu kreiren, das ist meine Überzeugung. Demnach stehe ich für einen positi­ven, offenen und konstruktiven Umgang mit Sexu­alität, Körper und Diversität!“ Lena interessierte sich von jeher für die Entwicklung und die Struktur einer Persönlichkeit, eines Selbst- und Weltbildes. Durch das duale Studium der Sozialen Arbeit und diverse Weiterbildungen wurde dieses Interesse zu einem Fundament ihrer Sozialarbeit und ehrenamtlichen Engagements.
„Ich wünsche mir, dass das FF*GZ die vorhande­nen unendlich vielen Formen struktureller und gesellschaftlicher Ungleichheiten auf eine lebendige und kreative Weise zur Sprache bringt. Ich sehe die Möglichkeit, Teil einer neuen feministischen Bewe­gung zu sein, die an alten stigmatisierenden und einengenden Geschlechter­-Stereotypen rüttelt und sie aufbrechen wird.“ Lilli hat mehrere Jahre in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern gelebt, dort für eine Frauenrechtsorganisation gearbeitet, die Welt bereist, Soziale Arbeit studiert und ist vor allem im Bereich der Hilfe für geflüchtete und flüchtende Menschen in Deutschland und Europa aktiv.
„Der Zusammenhalt von Frauen* bereichert und stärkt mich. Das FF*GZ ist für mich eine wichtige Stuttgarter Institution, die nicht nur Anlaufstelle für Frauen zum Thema Gesundheit ist, sondern auch zu allen kulturellen und gesellschaftlich relevanten Themen. Das Thema Feminismus ist für mich mehr­schichtig und komplex, deswegen möchte ich mich einbringen bei der Gestaltung eines vielfältigen, politischen und lauten FF*GZ.“ Madina arbeitet im Marketing-Bereich für ein Automobilunternehmen. Sie ist seit 2011 Mitglied in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V. und seit 2017 Teil des FF*GZ.
„Wenn wir wieder mehr auf unseren Körper hören, können wir viel lernen: Was tut uns gut? Welche Lebensumstände machen uns krank? Dazu müssen wir lernen uns mit all unseren Körpersäf­ten, hormonellen Launen, Häutchen, Lippen und Organen kennen- und lieben zu lernen - und dazu müssen erstmal viele Mythen und Fehlinformationen dekonstruiert werden." Paula arbeitet als freie Kuratorin und Produzentin für Kunst-, Kulturinstitutionen und seit 2018 als Dramaturgin für das Theater Rampe. Sie war Mitinitatorin des Projektraum LOTTE in Stuttgart.
„Frauen, die ihren Körper wertschätzen, die ihre Weiblichkeit, ihren Menstruationszyklus ihre Vulva, vielleicht sogar ihre Schamhaare lieben, haben ein viel geringeres Risiko sich von der Gesundheits-­ und Schönheitsindustrie manipulieren zu lassen. Das fördert ihre Gesundheit und letztlich die seelische und körperliche Gesundheit der ganzen Gesell­schaft. Die Wertschätzung des Weiblichen bedeutet auch für Männer ein größeres Potential, ein gesun­des und glückliches Leben zu haben.“ Doris, Mutter von zwei Kindern und einem Pflegesohn, ist Heilpraktikerin und Autorin verschiedener Publikationen. Wichtigstes Anliegen ihrer Arbeit ist ein ganzheitlicher und wertschätzender Blick auf den weiblichen Körper und Fruchtbarkeit.
Daura lebt seit 2013 in Stuttgart und arbeitet als freiberufliche Tänzerin und Yoga-Lehrerin.